Innerhalb der Normenlandschaft der Maschinensicherheit gibt es eine gewisse Normenhierarchie. Es gibt sogenannte A-Normen, B-Normen und C-Normen.

Illustration der Normenhierarchie in den Maschinensicherheitsnormen. Zuoberst stehen die A-Normen, zuunterst die C-Normen. A-Normen sind sehr allgemein gehalten und gelten für alle Maschinen, während C-Normen sehr konkret für eine Maschinengattung gelten.

A-Normen sind übergeordnete grundlegende Normen. Diese sind sehr allgemein gehalten und gelten für alle Maschinen gleichermaßen.

B-Normen sind immer noch recht allgemein gehaltene Normen die aber schon etwas konkreter einen bestimmten Aspekt der Sicherheit (zb. elektrische Sicherheit von Maschinen – EN60204) oder eine bestimmte Art von Sicherheitseinrichtung beschreiben.

C-Normen sind dann relativ konkrete Normen für eine ganz bestimmte Maschinengattung. Sie beschreiben detailliert wie eine Maschine eines bestimmten Typs gestaltet sein muss um entsprechend sicher zu sein (zb. Kälteanlagen – EN378).

Wichtig bei dieser Hierarchie ist jedoch, dass beim Bau einer Maschine die Anwendung einer A- und B-Norm alleine noch nicht ausreichend ist. Man muss zwar auch sämtliche Aspekte der infrage kommenden A- und B-Norm berücksichtigen, aber nur die C-Norm ist spezifisch genug um Konformität mit der Maschinenrichtlinie auszulösen. Wenn man also eine Maschine baut, muss man sich erst mal im Klaren darüber werden welche Normen in Frage kommen und diese dann entsprechend einzuordnen in A-, B- und C-Normen. Ob eine Norm eine A-, B- oder C-Norm ist findet man jeweils in der Publikation der harmonisierten Normen der europäischen Kommission.

Wie Normen bei der Risikobeurteilung helfen, finden Sie hier.

Wie Sie Normvorgaben in eRA berücksichtigen finden Sie hier.

Normenhierarchien