Die Risikoeinschätzung ist die Abschätzung der Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Schadensereignisses und der Abschätzung der Folgen eines Schadensereignisses. Meistens ist man darauf angewiesen die Wahrscheinlichkeit und die Folgenschwere nur zu schätzen. In den seltensten Fällen kann man auf reale Schadensereignisse zurückgreifen. Sollte man allerdings die Möglichkeit haben auf reale Daten zuzugreifen, sollte man das auch tun.

Bei der Risikoeinschätzung wird der Wahrscheinlichkeit bzw. der Folgenschwere ein Zahlenwert zugewiesen. Das Intervall der zulässigen Zahlenwerte ist dabei mitzudokumentieren.

Wie die EN 12100 beschreibt, ist das Risiko eine Kombination aus Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Schadensereignisses und der Folgen des Schadensereignisses. Weit verbreitet ist die Vorgehensweise, das Risko (R) als Produkt aus Wahrscheinlichkeit (P) und Folgen (S) zu definieren (R = P x S). Wobei das nicht zwingend erforderlich ist. Die EN 12100 spricht nur von einer „Kombination“, die genaue Spezifikation obliegt dabei dem Anwender.

Kompliziertere Vorgehensweisen, bei denen die Wahrscheinlichkeit noch weiter ausspezifiziert wird sind weit verbreitet. Zum Beispiel ist die Wahrscheinlichkeit ihrerseits eine Funktion der Möglichkeit die Gefahrensituation zu vermeiden (möglich, oder nicht möglich) und der Häufigkeit der Gefahrenexposition (häufig, regelmäßig, selten).

eRA, die Software zur Risikobeurteilung beschränkt sich bei der Risikoeinschätzung auf die wesentliche Einschätzung von Wahrscheinlichkeit und Folgenschwere zugunsten einer effizienten Durcharbeitung einer Risikobeurteilung. Wahrscheinlichkeit und Folgenschwere lassen sich in einem Bereich von 0 bis 4 festlegen.

Risikoeinschätzung